Credo, quia

Leserbriefe / 06.08.2013 • 17:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

absurdum

„Ich glaube, weil es absurd ist“ – dieser unvernünftige Satz wird Augustinus, römischer Bischof und Kirchenlehrer (354–430), zugeschrieben. Vor ca. 15 Jahren schrieb ich drei Varianten mit diesem Titel als Leserbrief, weil ich den Tatbestand dieses Satzes unmoralisch und verwerflich fand. Der neue Papst Franziskus I. traut der Vernunft auch nicht. In einer der ersten Predigten sagte er: „Das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann, ist, dass er sich von den ‚Irrlichtern der Vernunft‘ verführen lässt.“ Diese Herren der Kirche finden, dass der Hausverstand für den „katholischen Glauben“ gefährlich werden kann. Theologe Ratzinger formulierte es vornehmer: Die Welt des Glaubens sei eine andere Welt, eine von unserer rationalen Welt abgehobene Welt. Dabei gibt es den berühmten Bibelsatz: „Prüfet, was gut ist behaltet!“ Dieser Satz traut uns zu, auch ohne Theologiestudium prüfen zu können. In der Stelle Matth. 11,25 heißt es: „Ich preise Dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass Du dieses vor Weisen und Klugen verborgen, Kleinen aber geoffenbart hast!“ Die „Weisen und Klugen“ haben Interessen in dieser Welt, die eine gefallene Welt ist; diese Interessen verdecken ihre Sicht.

J. A. Schmidt,

Walserweg 31, Bludenz