Wahlkampf­parolen oder ­selber denken

Leserbriefe / 08.08.2013 • 17:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wenn ich die Wahlkampfparolen der Linken höre, wird nur von neuen Steuern oder Steuererhöhungen geredet. Klassenkämpferisch unters Volk gestreut mag das noch so einigen gefallen. Denken Sie doch selber nach: Wenn gemäß der neuen AK-Studie die Reichen Österreichs rund 469 Milliarden Euro Vermögen haben, stellt sich mir die Frage, was sie mit diesem anstellen? Angenommen, diese Faymann-Steuer verärgert diese Klientel und sie geben nächstes Jahr weniger Geld aus. Wenn sie nur 1 % ihres Vermögens ins Ausland transferieren, sind das rund 5 Milliarden Euro. Jeder kann sich selbst ausrechnen, wie viele Arbeitslose das in Österreich mehr gibt, wenn die 5 Milliarden nicht mehr in unsere Wirtschaft fließen. Werden diese Milliarden mit der Faymann-Steuer abgeschöpft, versickern diese nach großem administrativen Aufwand ziemlich wirkungslos im vorhandenen Budgetloch. Heute fehlen uns im Land schon Ärzte, Lehrer, Facharbeiter und Ingenieure, weil diese in das nahe gelegene Ausland abwandern. Die Frage nach den Gründen muss hier wohl nicht extra erläutert werden. In Österreich wäre daher ein massiver politischer Umschwung fällig. Die heute regierenden Koalitionsparteien müssten komplett abgewählt werden, um neue Ideen in die Staatsführung zu bringen. Der Österreicher wird allerdings dafür, wenn er die Möglichkeit in der Wahlzelle hat, erfahrungsgemäß viel zu wenig Mut haben.

Robert J. Bösch,
Morgenstrasse 13, Lustenau