Österreich ist
mir zu schade

Leserbriefe / 09.08.2013 • 19:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Österreich ist mir zu schade, von Schwarz-Blau regiert zu werden. Spätestens jetzt ist es offiziell, Sie sind nicht Bundeskanzler für alle Bürger unseres Landes. Langweilig auch Ihre Rentenversprechungen. Seit Sinowatz: Die Renten sind sicher! Von Höhe, Abgaben und Inflationsabgeltung, die die Rente entwerten, ist diese Aussage allenfalls mit den Worten „Das Wasser fließt von der Höhe in das Tal“ zu kommentieren. Renten wurden nie der tatsächlichen Teuerung angepasst und die offizielle Inflationshöhe von zwei bis drei Prozentpunkten, eine dreiste Milchmädchenrechnung mit einem ranzigen Fettgehalt, wurde, wenn berücksichtigt, stets unterschritten. Fett auch die nicht offengelegten Subventionen, Stillstand bei notwendigen Strukturreformen, stetig steigende Gebühren- und Steuererhöhungen, die exorbitante Parteienförderung, übrigens kein Ruhmesblatt für die Parteienlandschaft in Wien. Sie als Bundeskanzler haben wiederum eine Chance vertan, eine einzigartige Dreistigkeit von Raubrittertum (aller Parteien) zu unterbinden. Eine lange Liste von Versäumnissen quer durch die Wiener Parteienlandschaft flankiert Ihre Regierungszeit. Jetzt spalten und polarisieren Sie die Österreicher, Plakatwände kolportieren Hoffnung und die Hoffnung stirbt bekanntlich wahlstrategisch zuletzt. Propheten müssen wir Bürger keine sein, denn die Retuschierten von den Plakatwänden lassen die Hoffnung wieder zum Vorboten der Enttäuschung verkommen.

Josef Giacomuzzi,

Hub 47a, Hohenweiler