Befreiung von der Gehorsamskirche

Leserbriefe / 13.08.2013 • 18:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Leserbrief „Im Dienst der Befreiung“ von Frau MMag. Albrecht, VN vom 8. 8. 2013:

Frau MMag. Albrecht zitiert Theologen wie Ratzinger, die versucht haben, den Glauben als übervernünftig darzustellen. Da war Augustinus offener mit seinem Spruch: „Credo, quia absurdum.“ Nun, die „revoltierenden Pfarrer“ werden in Bregenz eher im Sinn meiner Überschrift Reden halten. Jesus hat keine Kirche gegründet und keine Sakramente eingesetzt, das ist alles Priesterwerk. Die römische Kirche entstand, weil Kaiser Konstantin I. die Bischöfe der paulinischen Gemeinden in sein Regierungskonzept einbezog. Es wurden in der kurzen Zeit von etwa 100 Jahren das Vielfache an Menschen umgebracht, wie die römische Gerichtsbarkeit in der Zeit von ca. 5o n. Chr. bis 313 n. Chr. ca. 2400 Christen umbringen ließ. Die „heidnischen“ Priester traten in die neue Staatskirche ein und der Großteil der Bevölkerung. Das war der Anfang des römischen Christentums – Jakob Burckhardt, Historiker. Die Bibel wurde durch Hieronymus 382/3 n. Chr. nach Wunsch des römischen Bischofs Damasus ins Lateinische übertragen; aus seinen Briefen wird die geistige Situation jener Zeit erkennbar. Die Dogmen drohen noch immer mit ewiger Verdammung, aber der Geist der Freiheit wirkt, er sprengt Bollwerke.

J. A. Schmidt,

Walserweg 31, Bludenz