Vorarlbergs ­Waldbestände

Leserbriefe / 13.08.2013 • 18:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Waldbestände sichert Vorarlberg durch 726.000 Euro Fördergelder für Holzbringungsanlagen (VN vom 10. 8. 2013). Doppelt so viel Holznutzungen haben seit den 80er-Jahren stattgefunden, und die Substanz bleibt immer gleich!? Siebzehn neue Forststraßen für Lkw und 16 Schlepperwege sollen, natürlich „nachhaltig“ und „schonend“, vor allem in Einzugsgebieten von Gewässern und in Schutzwäldern in den Waldboden gerissen werden! Dabei wird nicht einmal unterschieden zwischen dem sogenannten Wirtschaftswald und den Schutzgebieten.

Warum überhaupt noch unterscheiden zwischen Lkw-Straße und Schlepperweg?

Beispiel Schlepperweg im Masonerwald in Dalaas: genehmigte Breite 2,50 m, 2012 wurde das Holz aus dem Natura-2000-Schutzgebiet mit Wissen und Unterstützung der Behörden mit dem Lkw abtransportiert. Laut Naturschutzanwältin Katharina Lins werden Tausende solcher Auflagen von Bescheiden in Vorarlberg gar nicht erfüllt! Der Forstamtsleiter der BH Bludenz, DI Studer, hat überhaupt bestritten, dass besagter Forstweg ein Schlepperweg ist.

Warum, Herr Landesrat Schwärzler, sollen wir Ihren Angaben noch Glauben schenken, wenn in Ihrer parlamentarischen Anfragebeantwortung über die geschlagenen Holzmengen im Natura-2000-Gebiet „Klostertaler Bergwälder“ die statistische Auflistung nachweislich gravierend von der tatsächlich geschlagenen Holzmenge abweicht? Und meinen Sie im Ernst, dass es besser für das Klima und den Hochwasserschutz ist, wenn die Bäume umgehauen werden?

Mag. Franz Ströhle,
Obermarias 197A, Dalaas