Das neue

Leserbriefe / 14.08.2013 • 18:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Lehrerdienstrecht

Die derzeitige äußerst einseitige mediale Berichterstattung über das neue Lehrerdienstrecht, welches sowieso nur die zukünftigen Lehrer betreffen soll, wird von vielen Lehrern mit Sorge verfolgt. Den Vogel schießt aber die jüngste Meldung von SPÖ-Bildungssprecher Mayer ab, indem er wie folgt zitiert wird: „Der Großteil der Lehrer ist bereits damit einverstanden“ und „es gibt nur eine kleine Gruppe, die hier blockiert“. Diese Aussage stimmt so in keiner Weise, uns ist kein einziger Lehrerkollege bekannt, der über den momentanen Vorschlag jubelt, aber kurz vor der Wahl möchte man eben noch ganz schnell ein paar Punkte machen und im Sommer bietet sich das Thema „Lehrer“ ja auch vorzüglich an, da leider viele Politiker nach wie vor der Meinung sind, dass wir Lehrer sowieso nur halbtags arbeiten und im Sommer neun Wochen faul herumliegen. Gerade die Erhöhung der Lehrverpflichtung für Neueinsteiger halten wir für sehr problematisch: Vor allem am Beginn der Laufbahn hat ein Junglehrer mit den immer schwieriger werdenden Umständen sehr viel zu tun, bis er sich an den Schulbetrieb gewöhnt hat, und es wäre gefährlich, die Neueinsteiger mit zu viel Arbeit zu „verheizen“. Dies kann nämlich nur im Burnout des Betreffenden oder in einem Qualitätsschwund des Unterrichts enden, und dieses Ergebnis will ja wohl niemand erreichen, oder?

Mag. Bernhard Summer,

Mag. Martina Sageder,

BG Blumenstraße, Bregenz