Neues
Lehrerdienstrecht

Leserbriefe / 20.08.2013 • 20:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Am vergangenen Montag war der Vorsitzende des ÖGB Vorarlberg, Norbert Loacker, in der Sendung „Vorarlberg heute“ zu Gast. Der Grund: Erstmals in der Geschichte der Zweiten Republik schickt eine österreichische Bundes­regierung einen Gesetzesentwurf (neues Dienst- und Besoldungsrecht für Lehrer) ohne Zustimmung der Gewerkschaft in Begutachtung. Man erwartet, dass der oberste Gewerkschafter Vorarlbergs diesen Kulturbruch unmissverständlich verurteilt. Weit gefehlt! In bester Politiker-Manier stellt er seine Kollegen von der AHS-Gewerkschaft als Blockierer und Betonierer hin. Was hinter der Haltung der von ihm diffamierten AHS-Gewerkschaftskollegen steckt, ist ihm keine Silbe wert. Eigentlich sind es ja ureigene Gewerkschaftsthemen: Neu eintretende Lehrer sollen deutlich mehr arbeiten, jedoch in der Lebensverdienstsumme deutlich weniger verdienen. Bei jedem Gewerkschafter schrillen da die Alarmglocken. Nicht so beim obersten Gewerkschafter Vorarlbergs. Der ORF-Moderator ist ob der Meinung seines Gegenübers verwundert. Er hakt noch einmal nach, wie es denn mit der gewerkschaftlichen Solidarität stehe? Diese scheint für den roten Gewerkschaftsboss ein Fremdwort zu sein. Indoktriniert von seinen SPÖ-Oberen spielt er die ewig gleiche Leier von den bösen, nicht reformwilligen AHS-Gewerkschaftern ab, gibt dabei eine Kurzfassung des SPÖ-Bildungsprogramms, kurzum, er ist als Gewerkschafter eingeladen, agiert aber als SPÖ-Politiker. Ein brav seinen Beitrag zahlendes Gewerkschaftsmitglied darf nach so einem Auftritt zu Recht empört sein.

Mag. Wilfried Hämmerle,

Martin-Kink-Straße 40,

Lustenau