„Zauberflöte“
mit (bitterem) Nachgeschmack

Leserbriefe / 20.08.2013 • 20:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Am Dienstagabend war ich in der Vorstellung der „Zauberflöte“. Es war ein schöner Abend, und der Vorsatz manifestierte sich, jetzt regelmäßig zu Konzerten oder Opernaufführungen auf der Seebühne zu kommen. Bei der Heimfahrt allerdings passierte es: Eine Welle von Autos war auf dem Weg nach Deutschland, auf der Bundesstraße nach Lindau und über Hörbranz/Autobahn. Mir wurde schon vor vielen Jahren gesagt, dass der Abschnitt Hörbranz nach Deutschland auf der Autobahn nicht vignettenpflichtig sei. Vielleicht bin ich einem Gerücht aufgesessen. Auf alle Fälle war ich noch nicht auf der eigentlichen Autobahn, da wurde schon zur Kontrolle ausgeleitet: Die ASFINAG hat abkassiert. Ein Fahrer hatte die Vignettengültigkeit um eine Minute überzogen: 120 Euro Strafe. Ein Fahrer wurde von seinem Navigationsgerät trotz Einstellung „Maut vermeiden“ eben erst auf die Autobahn geleitet, wo er 200 m fuhr: 120 Euro. Und ich durfte ebenfalls für 200 Meter Autobahnbenutzung 120 Euro zahlen. An diesem Abend hat die ASFINAG mehrere Tausend Euro verdient. Dabei hat Österreich vermutlich einige Zigtausend Euro verloren. Denn der einhellige Tenor der Kontrollierten war: In dieses Land kommen wir so schnell nicht wieder. Ich vermute, dass die Kontrolle auch gezielt die Festspielgäste hat treffen sollen. Wäre es nicht eine gute Sache, wenn Konzert- und Opernkartenbesitzer mit der Karte automatisch das Recht erwerben würden, die Autobahn von Deutschland nach Hörbranz oder Bregenz zu nutzen? Damit würden bestimmt mehr Touristen nach Bregenz kommen und Bregenz würde die frisch gewonnenen Sympathien nicht an der Grenze gleich wieder verlieren.

Eberhard Ascher, Flötzbachstraße 7, D-89129 Langenau