Klarstellung zum Lehrerdienstrecht

Leserbriefe / 23.08.2013 • 19:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

In mehreren Leserbriefen wurden meine Aussagen zu einem neuen Lehrerdienstrecht thematisiert. Ich darf darauf eingehen und die Fakten darstellen:

Ich war mit Leib und Seele Lehrer und Schulleiter. Ich weiß, wie umfangreich und vielfältig die Aufgaben einer engagierten Lehrerin und eines engagierten Lehrers sind. Teilweise mit einer Ausbildung, die nicht mehr dem Stand der Zeit entspricht. Es war für mich daher ganz wichtig und entscheidend, eine neue Ausbildung für alle Pädagogen im Parlament zu beschließen. Dies ist im Juni gelungen. Diese neue und einheitliche Ausbildung auf universitärem Niveau soll nun auch die Basis für die Bezahlung der neuen Generation von Lehrer(inne)n sein. Spätestens von diesem Zeitpunkt an, ab dem alle Pädagogen eine vergleichbare Ausbildung haben, ist es nicht mehr gerechtfertigt, Lehrer unterschiedlich zu bezahlen. Daher ist auch in dem neuen Dienstrecht, das jetzt in Begutachtung gegangen ist, eine Übergangsfrist von fünf Jahren vorgesehen. Denn frühestens in fünf Jahren werden die ersten Pädagogen nach der neuen Ausbildung in den Lehrerberuf eintreten.

Bis dahin, das heißt noch weitere fünf Jahre, können es sich neu eintretende Lehrer aussuchen, ob sie nach dem neuen Dienstrecht angestellt und bezahlt werden wollen oder nach dem derzeit gültigen. Für die bereits im Dienst Befindlichen ändert sich nichts. Sie haben weder eine höhere Lehrverpflichtung noch irgendeine andere Einbuße.

In den nächsten sechs Wochen haben alle Interessengruppen, Länder und Kammern die Möglichkeit, noch Änderungswünsche einzubringen. Ich hoffe, dass diese Zeit von möglichst vielen genutzt wird. Ziel von uns allen muss es sein, dem Beruf des Lehrers wieder jenen Stellenwert zu geben, den er verdient. Denn eine gute Schule steht und fällt mit der Lehrpersönlichkeit.

Elmar Mayer, SPÖ-Bildungssprecher, Hanenberg 4, Weiler