Sichere Energie-versorgung –

Leserbriefe / 27.08.2013 • 17:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

aus Griechenland?

Werner Giaccomuzzi aus Lochau weist in seinem Leserbrief vom 19. 8. 2013 wohl zu Recht auf ein abgekartetes Spiel um handfeste Öl-Interessen bezüglich Griechenland hin. Dabei werden die Vorkommen im Mittelmeer mit 25 bis 50 Billionen m3 angegeben. Da der gesamte globale Verbrauch mit ca. 100 Millionen Barrel pro Tag angegeben wird, entsprächen die Vorkommen dem heutigen weltweiten Verbrauch über ca. 7000 Jahre und wären damit die mit Abstand größten Vorkommen weltweit. Nun hört man immer wieder gerne von tollen, neu entdeckten Vorkommen,
z. B. im Golf von Mexiko.­ Wenn man jedoch die Belastung von Luft und Meeren, die Unfallgefahren und die Kriege bedenkt, bedeutet eine solche „Versorgungssicherheit“ nicht nur etwas Gutes. Mit Augenmaß besehen handelt es sich wohl um ein bekanntes Übersetzungsproblem. Die Realität wird wohl eher bei 25 Milliarden (amerikanisch „billions“) und Barrel – nicht m3 – liegen, womit die griechischen Vorräte einem Bedarf von 250 Tagen entsprechen. Wir werden, was die Energieversorgung betrifft, also doch gut beraten sein, wenn wir unseren Blick rechtzeitig etwas anheben und auf die Sonne richten. Hier würde für die gesamte Energie in Vorarlberg bereits ein Prozent der Landesfläche ausreichen. Das könnte man dann – ohne verdrecktes Mittelmeer – „sichere Versorgung“ nennen.

Franz Riedmann,

Im Speicher 6, Lustenau