Es ist nicht alles klar auf der Costa Austria

Leserbriefe / 06.10.2013 • 19:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Unser Staatsschiff steuert durch unruhige Gewässer, überall Klippen. Auf der Kommandobrücke der Kapitän „Schettino“ Faymann, die Österreicher wollen, dass er sein Kapitänspatent abgibt. Brüssel wird wahrscheinlich den Kurs im Minutentakt durchgeben, damit er bleiben kann. Die Bürger haben aber eine andere Variante gewählt, in Umfragen bestätigt sich’s. Unterdessen unterhält der Erste Offizier „Houdini“ Spindelegger beim Festdinner die Gäste mit Entfesselungskünsten. Er hat sich die Knoten selbst gemacht, bringt sie aber nicht auf. Man spürt allenthalben Bedauern. Der Kapitän will brav am Steuerrad bleiben, Kurs Richtung Griechenland. Der Rettungsschirm mithilfe der Passagiere wird – oder muss – funktionieren. Es befiehlt EU-Großadmiral Barroso im Hintergrund. Plötzlich scheppert’s. Costa Austria ist mit „Schettino“ Faymann auf eine Klippe gefahren. Das Volk hat’s gemerkt und die Leute im Festsaal sind entsetzt. Kapitän und Erster Offizier beraten sich. Nur keine Panik. Es wird beschlossen, keine Schwimmwesten und Rettungsboote einzusetzen, man würde nur missverstanden werden, alles ist sicher, alles bestens. Wenn die schwarz-rote Mannschaft wieder den Zukunfts-Kurs bestimmen würde, wird die Schiffskapelle das Lied „Näher mein Gott zu Dir!“ spielen müssen. Eine neue Dreier-Mannschaft muss her, das gäbe vielen Menschen auf der „Austria“ Hoffnung.

Werner Giacomuzzi,

Am Hoferfeld 10, Lochau

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