Trotz Fukushima

Leserbriefe / 10.10.2013 • 19:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Das Verhalten unseres Nachbarlandes Tschechien wird wohl kaum einer wirklich verstehen. Die nukleare Gefahr lauert schon seit sehr langer Zeit immer und überall. Japan musste als erstes Land die Folgen eines atomaren Holocaust erleben. Nach dem Krieg wurde weitergeforscht. Strom kann seither aus Kernenergie gewonnen werden. Seit der ersten Ölkrise vertrauen noch mehr Staaten auf diese Art der Stromgewinnung. Doch immer wieder zeigen Zwischenfälle wie in Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima, dass es auch bei der zivilen Nutzung gefährlich werden kann. Katastrophale Auswirkungen eines Unfalls, wie jene eines Super-GAUs, lassen sich dennoch nur erahnen. Bisher konnte noch kein wirkliches „Heilmittel“ gegen die Folgen einer ungewollten Kernschmelze entdeckt werden. Eigentlich müssten gerade die neuerlichen Geschehnisse im Land der aufgehenden Sonne nun doch dazu beitragen, den in Wahrheit unbeherrschbaren Kreis der nuklearen Nutzung zu verlassen. Politiker, die sich aufgrund dieser Geschehnisse dazu entschließen, einen Ausstieg aus der Atomenergie voranzutreiben, zeigen damit einen richtigen Schritt ihrer politischen Verantwortlichkeit. Egal, welcher Gesinnung sie angehören.

PETER FUCHS,

EDUARD-NITTNERSTRASSE 7,

4063 HÖRSCHING

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