Bildungskapital erhöhen!

Leserbriefe / 18.10.2013 • 19:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Wirtschaftskammer Vorarlberg bringt sich mit dem 1. Vorarlberger Bildungsforum in die aktuelle Bildungsdebatte ein. Sie will dort, wo „Bildung passiert“, in der Schule, die notwendigen Impulse setzen. Die WK fordert seit Längerem die Einführung der Gesamt­schule. Dabei verkennt sie völlig die Tatsache, dass Bildung vor allem zu Hause „passiert.“ Wir wissen aus seriösen Studien, dass Eltern und Herkunft den Bildungserfolg von Kindern im hohen Maße beeinflussen. Warum setzt die Vorarlberger Wirtschaft nicht genau hier an, indem sie Sprachkurse und Bildungsprogramme für Arbeitnehmer und ihre Angehörigen finanziert? Ein entsprechender Schulterschluss der Arbeitgeber könnte nachhaltige Impulse setzen, weil er die Zielgruppe, also die Familien, besser erreicht!

Es ist leider offenbar angesagter, ideologische Diskussionen zu führen, als Ursachen in den Griff zu bekommen! Das Gymnasium ist ein bewährtes Schul­modell mit guten Absolvent(inn)en.
Wenn die Pflichtschulen trotz größten Bemühens in Vergleichstests schlechtere Ergebnisse erreichen, liegt es nicht an den Lehrern und Schulstandorten, sondern an den unterschiedlichen Voraussetzungen, mit denen die Kinder in die Schule kommen.

Dieses unterschiedlich vorhandene Bildungskapital könnte durch Bildungsangebote für Familien erhöht werden. Ein Blick über die Grenzen zeigt erfolgreiche Modelle, z. B. die MIGROS-Klubschulen, die über das MIGROS-Kulturprozent finanziert werden.

Mag. Gerald Fenkart, MMag. Birgit Sprenger, ÖPU Vorarlberg, Dammsiedlung 1, Bürs

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