Rauchverbot – ­Logik gefragt!

Leserbriefe / 22.10.2013 • 18:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wird bald auch der Verzehr von Wienerschnitzeln geächtet, da un­gesund? Foto: APA
Wird bald auch der Verzehr von Wienerschnitzeln geächtet, da un­gesund? Foto: APA

In der weitläufigen Diskussion zum Thema kommt es immer wieder – auch schon in den Leserbriefen der VN – zu sehr merkwürdigen Vergleichen. Die Überregulierung (in der EU) führe womöglich noch zu Vorschriften für unseren Alkohol- oder Schnitzelkonsum, Alkohol sei ja auch ein Schädling, ebenso wie anderes gesundheitsschädliches Verhalten. Der Unterschied liegt aber doch logischerweise in der unmittelbaren Gefährdung und Belästigung der anderen durch das Rauchen, der Mitraucher wider Willen, Kinder eingeschlossen, und des Personals in Lokalen. Derzeit könnte man z. B. an Bushaltestellen meinen, es gebe fast nur Raucher(innen). Es ist alarmierend bis abstoßend, wie junge Mütter ihre Kinder im Kinderwagen oder an der Hand beräuchern und den „Rest“ dann wegwerfen. Aber auch selber weicht man, mit Rauch in Augen, Nase und Hals, möglichst schweigend – ob’s stürmt oder schneit – aus dem „Bushüsle“. Es ist ja nicht verboten! Selten fragt jemand, ob es vielleicht stört. Neulich war sogar ein gelber Linienbus stark verraucht, und der Fahrer gab auf Anfrage zu, in der Pause geraucht zu haben, was hoffentlich zum „Aushalten“ sei. War es nicht, man stieg aus.

Die EU mischt sich nicht ein, wenn eine(r) sich privat schädigen will. Die Volkswirtschaft ist allerdings negativ davon betroffen. Warum haben eigentlich andere Länder ein Rauchverbot im öffentlichen Raum?

Mag. Dr. Hildegard Pfanner, Strabonstraße 2, bregenz

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