Wie gesund ist Milch wirklich?

Leserbriefe / 23.10.2013 • 18:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Artikel „Starke ­Knochen fürs Leben“,
VN 19./20. 10. 2013:

Milch hat einen guten Ruf? Als man hochgiftige und krebserregende Aflatoxine in der Milch fand, war dem nicht mehr so. Dabei gilt Milch, vor allem wegen des hohen­ Anteils an Kalzium, als äußerst gesund. Immer mehr Wissenschaftler vermuten jedoch, dass Milch eher ein Krankmacher ist. Die Universität Harvard testete 75.000 Frauen im Zeitraum von zwölf Jahren hinsichtlich der Wirkung von Milch auf ihre Knochen: Die Widerstandsfähigkeit der Knochen wurde nicht verbessert, sondern Milch wurde sogar mit einer ­Erhöhung des Risikos für Knochenbrüche in Verbindung gebracht. Die Erklärung: Der Organismus wird aufgrund des Milchkonsums übersäuert. Der Körper muss die Säure mit Kalzium aus den Knochen neutralisieren. Das Resultat ist Osteoporose.

Verbessern ließ sich die ­Knochendichte dagegen durch die Aufnahme von ­Kalzium aus Gemüse. Während die Kalziumaufnahme aus Milch bei 30 Prozent liegt, zeigte sich, dass die Ausbeute des Minerals aus Brokkoli, Rosenkohl oder Blattsalaten bei bis zu 60 Prozent liegt.

Auch verschiedene Krebsarten wie Eierstockkrebs wurden in der Studie mit dem Konsum von Milchprodukten in Verbindung gebracht. Zudem sorgt der hohe Fettanteil in Milchprodukten wie Käse, Joghurt und Milch für hohe Cholesterinwerte. Inzwischen sind in fast jedem Supermarkt Alternativen zu Milchprodukten zu finden. Auch natürliche Nahrungsergänzungen sind empfehlenswert.

Elmar Kräutler,
Hämmerlestraße 54, Feldkirch

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