Ein Bischof für 3000 Euro netto

Leserbriefe / 28.10.2013 • 19:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum VN-Bericht vom
25. 10. 2013:

Vorweg sei festgestellt, dass ich das im o. g. Bericht genannte Gehalt unseres Bischofs für richtig und angemessen halte. Persönlich gilt ihm auch meine hohe Wertschätzung. Es ist auch richtig, dass die Diözese dieses Einkommen allen Interessierten öffentlich bekannt-gibt. Für absolut unnötig halte ich deshalb jeglichen Versuch von Medien oder Diözese, die Höhe dieses Gehalts besonders begründen oder infrage stellen zu wollen. Die Anmerkung des Direktors der Finanzkammer, Bischof Benno hätte, wäre er nur Religionslehrer geblieben, heute ein höheres Einkommen, ist aber so nicht hinzunehmen. Diese Darstellung ist schlicht falsch. Jedermann kann mit zwei Mausklicks die Gehaltstabellen der Bundesbediensteten, im Besonderen der Lehrer, einsehen.

Danach müsste ein Religionslehrer bei Vollbeschäftigung etwa 22 Religionsstunden pro Woche unterrichten. Im Alter unseres Bischofs käme er in die Gehaltsstufe 10 bis maximal 13, was einem Bruttogehalt von 3318,90 bis 3858 Euro für Beamtete, oder 3514 bis 4037,70 Euro für Vertragsbedienstete entspricht. Standes- und beruflich bedingte Nebenkosten sind nicht berücksichtigt, könnten aber durchaus diskutiert werden. Der Vergleich mit Limburg ist weder sachdienlich noch angemessen und dient nur dem Nachköcheln der Suppe aus einer anderen Küche.

Paul Ulmer, Sala 20, Dornbirn

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