Waldpflege

16.02.2014 • 18:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Waldpflege-Artikel (VN, 13. Februar) preist wieder in schönen, gebetsmühlenartig wiederholten Worten die Investition aus dem Waldfonds von 2,3 Millionen Euro in die (natürlich) nachhaltige Vorarlberger Waldbewirtschaftung. Es stellt sich die Frage, ob es z. B. im öffentlichen Interesse ist, wenn, gestützt durch diese Förderungen, mit einem Schlag Hunderte Festmeter Holz im Natura-2000-Gebiet ohne Naturverträglichkeitsprüfung gefällt werden. Dass Landesrat Schwärzler diese Förderungen auch noch als Ökoland-Landwirtschaftsstrategie 2020 und „regional und fair“ verkaufen will, ist bestenfalls skurril. Was für eine nachhaltige Strategie soll das sein, wenn sie derartiger Förderungen bedarf? Die „Biomasse-Förderung“, die pro Jahr ca. 3,5 Millionen Euro beträgt, ist da noch gar nicht enthalten. Wen wundert es, dass auf Anfrage, wie und wie hoch einzelne Projekte gefördert wurden, keinerlei Auskunft erteilt wird? Gespannt darf man nun sein, wie das Ansuchen des Alpenvereins und der Plattform Waldhäx um Genehmigung und Einrichtung eines Naturwaldreservats bzw. Naturwaldzellen im Natura-2000-Gebiet „Klostertaler Bergwälder“ behandelt wird. Ob dafür ebenso großzügige Fördermittel zur Verfügung stehen? Da ginge es ausnahmsweise um Förderungen, die widmungskonform das Schutzgebiet ökologisch aufwerten und verbessern würden, statt die Naturwerte zu untergraben. Die Plattform www.waldhäx.net bietet die Möglichkeit, den besseren Schutz der Klostertaler Bergwälder und die Nominierung eines Naturwaldreservates durch Ihre Unterschrift zu fordern.

Mag. Franz Ströhle,

Obermarias 197a, Dalaas