AK-Präsident
– rote Karte?

Leserbriefe / 03.06.2014 • 19:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Herr Hämmerle ist zu Recht wütend auf die Performance der SPÖ-ÖVP-Regierung. Dass sich die unverantwortliche Schuldenmacherei der letzten Jahrzehnte – auch

mit kräftiger Hilfe seiner Partei – einmal bitter rächen wird, ist längst bekannt. Es ist nicht hilfreich, billigen Populismus zu betreiben und gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen! Das Problem liegt woanders! Österreich ist im Laufe der Jahre zu einem Parteien-, Funktionärs- und Kammer-staat geworden, in dem sich’s einige Privilegierte – AK nicht ausgenommen – richten können! Es geht nicht mehr darum, die Lebenszusammen­hänge für das Volk zu gestalten und zu optimieren, sondern es geht um den Erhalt und Ausbau der Macht im Parteien-, Funktionärs- und Kammerstaat. Warum musste denn die AK-Zwangsmitgliedschaft in den Verfassungsrang? Im österreichischen Parlament sitzen überwiegend Partei-, Verbands- und Kammerfunktionäre, also auch Vertreter der AK! Haben diese Herrschaften denn nichts für die arbeitende Bevölkerung, also für ihre Zwangsklientel, bewirken können? Wenn wir den unhaltbaren Zustand in Österreich beenden wollen, müssen verbindliche Volksrechte in die Verfassung geschrieben werden! Schauen Sie sich, Herr Hämmerle, die Performance unseres Nachbarlandes Schweiz einmal genau an, wo das Volk nicht Zwangsmitglied, sondern das oberste Entscheidungsorgan im Staate ist!

Armin Amann,
Seilergasse 4, Schlins

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