Blockade-Politik

Leserbriefe / 04.06.2014 • 19:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In den VN vom 7. Mai warf Herr Dieter Egger, FPÖ, in Bezug auf den Bikerpark in Bürserberg, der Naturschutzanwaltschaft Blockade-Politik vor. Dazu ist einiges zu bemerken, was die Verfahrensweise, die zur positiven Beurteilung des Projektes führte, betrifft. Herr Egger scheint das betroffene Gebiet im Sommer nicht zu kennen. Nun eine direkte Frage an Sie, Herr Egger: „Sind Sie damit einverstanden, dass: 1. die Begutachtungen im Winter stattfanden, als das Gelände unter Schnee lag? Die Gutachten wurden vor der Schneeschmelze abgegeben; 2. die Naturschutzanwaltschaft die Stelle war, die das Gebiet nach der Schneeschmelze sah und feststellte, dass mehrere vom Gesetz her geschützte Moore durchkreuzt werden und zwei, ebenso geschützte, Bergmähder dazu? 3. die Bauern der Agrargemeinschaft Rona Burtscha von der Nützlichkeit ihrer Weideerschwernis überzeugt wurden, in dem man ihnen andernfalls Konsequenzen androhte und sie so zur Zustimmung brachte? 4. ein sehr beliebtes Erholungs- und Wandergebiet und die Verbindung mit Brand durch den Bikebetrieb schwer gestört wird?; 5. zudem die Überquerung und Teilbenützung des öffentlichen Wander- und Viehtriebweges eine Gefahr für alle darstelllt? 6. durch alle diese Fakten der so oft beschworene, sorgsame ­Umgang mit der Natur zur Farce wird? Wenn Sie mit alledem einverstanden sind und die fragwürdigen wirtschaftlichen Erwägungen gutheißen, dann dürfen Sie die Naturschutzanwaltschaft als Blockierer bezeichnen.

Erika Krieg-Brodbeck,

Tschengla 115, Bürserberg

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