Gesundheitsdienst – a subers Ländle?

Leserbriefe / 05.06.2014 • 21:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Den Dienstgeber Land Vorarlberg habe ich über mehr als ein Viertel Jahrhundert als einen träge reagierenden, oft unverständlichen, bisweilen präpotenten Apparat bis zuletzt kennen gelernt. Es schien, als wäre es dem Dienstgeber wichtig, ökonomische und konservative Gesichtspunkte in den Vordergrund zu stellen. Der Gesundheitsschutz der DienstnehmerInnen (am eigenen Leib über viele Jahre erlebt) und die für die Vollziehung dafür bereitgestellten Richtlinien der EU erschienen sekundär. Konkurrenzlos verordnete Denkbahnen? Wegrationalisierende Menschenverachtung? Was auch immer – die Dienstnehmer wurden und werden in höchstem Maße eingespannt, weil die Dienstposten zu knapp besetzt oder eingespart werden, daneben gibt es zu wenig Anreize für qualifizierte Gesundheitsdiener. Davon betroffen sind Pflegekräfte, DienstnehmerInnen, ÄrztInnen, seit Längerem auch die Amtsärzte und Amtsärztinnen in hoheitlicher Vollziehung. Die Leidtragenden sind die PatientInnen, die Bediensteten, zunehmend auch die Parteien im Behördenverfahren. Man muss sich nicht freuen, alt zu werden und einer Behandlung im Krankenhaus wegen akuter schwerer Krankheit zu bedürfen (gerade erlebt am Beispiel meiner Mutter), im Krankenhaus zum Sterben beurteilt, lebt sie daheim immer noch. Verordnetes Gesundheitsdenken einzelner potenter Ärzte? Es ist an der Zeit, hier Grundlegendes zu ändern. Tragen auch Sie dazu bei!

Mag. iur. Dr. med. Herwig

Pfister, Sebastian-Kneipp-Straße 39 b, Feldkirch

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.