Braucht es eine Menschenkette um den Bodensee?

Leserbriefe / 09.06.2014 • 17:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mit Menschenkette um den Bodensee gegen Fracking-Überlegungen? Auf dem Foto: Eine Aktion von Schülern des Dornbirner Schoren-Gymnasiums vor zwölf Jahren. Foto: Shourot
Mit Menschenkette um den Bodensee gegen Fracking-Überlegungen? Auf dem Foto: Eine Aktion von Schülern des Dornbirner Schoren-Gymnasiums vor zwölf Jahren. Foto: Shourot

Die Nachrichten sind besorgniserregend. Die deutsche Bundesregierung will Fracking im Bodenseeraum über Hintertüren ermöglichen. Die TTIP–Geheimverhandlungen gehen weiter.

Die G7-„Mächtigen“ dieser Welt wollen ein Freihandelsabkommen durchsetzen, das Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, ökologische und soziale Maßstäbe zugunsten von Konzern-Interessen sukzessive auflöst. Fracking und Wasser-Liberalisierung sind elementare Angelegenheiten, die alle Anrainer der Bodensee-Region besonders betreffen. Wahrscheinlich sind noch deutlichere Zeichen als Europa-Wahlen notwendig, um den Willen der Millionen Menschen in dieser europäischen Großregion noch deutlicher zu artikulieren. Sollten wir eine Menschenkette um den Bodensee organisieren müssen, um uns Gehör zu verschaffen? Der neoliberale EU-Handelskommissar Van Gucht will unter allen Umständen verhindern, dass nationale Parlamente über die Ergebnisse der TTIP-Geheimverhandlungen abstimmen können. Auf seinen Wunsch und Antrag hin wurde der Europäische Gerichtshof eingeschaltet. Van Guchts Absicht ist es, dass nur die Europäischen Regierungen abstimmen sollen – neben dem EU-Parlament. Wählen allein wird nicht genügen. Die Mächtigen wollen weitermachen wie bisher. Die Bevölkerung wird deutliche Zeichen setzen müssen. Es geht um unsere Lebensgrundlagen.

Andreas Postner,

Köhlerstraße 25a, Rankweil

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.