Füchse unter-­graben den
Weinberg des Herrn

Leserbriefe / 09.06.2014 • 17:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

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vom 5. 6. 2014:

Pfarrer i. R. Helmut Rohner, den ich kürzlich zur Mitkonzelebration einlud, verbreitet Irrlehren, über die sich selbst Luther im Grabe umdrehen
müsste: „Jesus selbst ermächtigte die Gemeinde zur Feier der Eucharistie.“ Als ich bei einer Priestertagung in Brixen auf das Konzil von Trient verwies, wonach Jesus die Apostel (und ihre Nachfolger) als Priester des neuen Bundes bevollmächtigte, das Sühneopfer Christi gegenwärtig zu setzen, meinte der Referent: „Das haben Sie recht kindlich gesagt.“ Seither verzichte ich auf die Teilnahme an Priesterkonferenzen. Gemäß Vat. II. ist nicht die Bibel allein, vielmehr die Bibel zusammen mit der Tradition die Norm des katholischen Glaubens. Über die Rechtfertigung aus dem Glauben, der sich in der Liebe kundtut, wäre man in den reformatorischen Debatten übereingekommen, nicht aber hinsichtlich der Wesensverwandlung von Brot und Wein durch den sakramental geweihten Priester. Eucharistie ist mehr als „Brechen des Lebensbrotes“. Vatikanum II empfiehlt dem Priester dringend, die tägliche Feier der Eucharistie als eine Handlung Christi und der Kirche, auch dann, wenn keine Gläubigen dabei sein können. Das Ökumenismusdekret stellt fest: „Die evangelischen kirchlichen Gemeinschaften haben wegen des Fehlens des Weihesakramentes die vollständige Wirklichkeit der Eucharistie nicht bewahrt.“ Exkommunikation ist eine brüderliche Zurechtweisung, ein Mittel zur Besserung. Sie wird aufgehoben, sobald man sich von seinem schwerwiegenden Irrtum distanziert.

Eberhard Amann,

Pfarramt St. Gallenkirch,

Gortipohl, Gargellen

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