Steuerreform

Leserbriefe / 09.06.2014 • 17:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Es ist eine Binsenweisheit, dass die Staatsschulden kleiner werden müssen. Das Budget für das Unterrichtsministerium beträgt ca. acht Milliarden Euro. Für Zinsen sind ca. acht Milliarden veranschlagt. Wenn man sich überlegt, dass hier jährlich ca. 8.000.000.000 Euro nur für Zinsen vom ziemlich armen Staat Österreich an Leute und Institutionen bezahlt werden, die so viel Geld haben, dass sie es ausleihen können. Hier geht Geld von Arm an Reich. Damit man sich die Zahl besser vorstellen kann: diese acht Milliarden entsprechen ca. 320.000 Pkw um 25.000 Euro. Diese acht Milliarden können weder für Bildung noch zur Armutsbekämpfung verwendet werden, geschweige denn für Impulse für den Arbeitsmarkt. Dabei sind die Zinssätze auf einem historischen Tiefstand. Wenn sich die Zinssätze um ein Prozent erhöhen, z. B. auf Grund der schlechter werdenden Bonität, erhöht sich die Zinsbelastung, ohne dass sich der Schuldenstand ändert, schon auf ca. zehn Milliarden Euro. Eine aufkommensneutrale Steuerreform ist notwendig. Aber die Berechnungen sollten halt nicht den Eindruck erwecken, Produkt eines Würfelspiels (Staatssekretärin Steßl bei Armin Wolf) zu sein.

Anton Thurnher,

Thomasbündt 7, Dornbirn

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