Gegen die

Leserbriefe / 15.06.2014 • 18:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Enthornung

In der letzten erschienenen Ausgabe „luag“ wird den Konsumenten folgendes Märchen aufgetischt: „Also keine Spur von Massentierhaltung und sogenannten Turbokühen, sondern nachhaltige Landwirtschaft. . . “
Eine solch kühne Behauptung aufzustellen, ist sowohl ethisch als auch moralisch äußerst verwerflich und lässt auf Starrköpfigkeit, Ignoranz und Inkompetenz schließen. Kühe werden enthornt, damit mehr Tiere in den Stall gepfercht werden können. Auf diese Weise werden sie ihrer Würde beraubt, sie haben keine Möglichkeit mehr, sich mithilfe ihrer Hörner Raum zu verschaffen. Übrigens haben Studien gezeigt, dass die befürchtete Verletzungsgefahr von der Qualität der Mensch-Tier-Beziehung abhängt. Hörner sind für den Stoffwechsel der Kuh wichtig, und sie unterstützen die Verdauung, aber auch diese Tatsache wird ignoriert. Weiters werden gesundheitliche Probleme, welche die unnatürlich vergrößerten Euter der Kuh zur Folge haben, bedenkenlos in Kauf genommen: Behinderungen beim Gehen, Ekzeme an den Innenseiten der Oberschenkel durch ständiges Aneinanderreiben von Euter und Oberschenkelhaut, Gewebetod am Euter, Infektionen, Verletzungsgefahr, Entzündungen, etc. Ebenso wurde die Annahme, Milch sei wegen ihres hohen Kalziumgehalts besonders gesund, durch wissenschaftliche Studien widerlegt. Solange die Haltungsbedingungen nicht den Bedürfnissen der Tiere angepasst werden, kann von nachhaltiger Landwirtschaft wohl keine Rede sein!

Edith Ritter, St.-Gebhard-strasse 1d, Hohenems

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.