„Teufel nicht an die Wand malen“

Leserbriefe / 15.06.2014 • 18:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Sehr geehrte Frau Chefredakteurin! Ihr Leitartikel vom 7./8. Juni befremdet mich zutiefst, meinte ich Sie doch als engagierte Verfechterin ökologischer und menschenrechtlicher Belange zu kennen. Nicht erst seit dem Spiel mit dem Feuer in der Ukraine habe ich den Eindruck, dass Putins Russland sehr weit von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit entfernt ist. Ich beziehe mich auf Informationen der Russland-Expertin Susanne Scholl, die eine Gefährdung und zunehmende Ausschaltung grundlegender Menschenrechte konstatiert. Die Ermordung von Anna Politkowskaja, die Dr. Gerold Amann in seinem Leserbrief erwähnt, ist der prominenteste einer ganzen Reihe ähnlicher Fälle. Auch Gefängnisstrafen werden für Meinungsdelikte laufend verhängt, wie u. a. das Beispiel eines Umweltschützers zeigt, der für das Anbringen eines kritischen Plakats zu drei Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Es muss doch zu denken geben, dass die Methoden des KGB-Funktionärs Wladimir Putin aus den Zeiten der alten Sowjetunion im Russland des 21. Jahrhunderts immer noch nahezu unverändert zur Anwendung kommen.

Mag. Edeltraud Burtscher,

Grundreuteweg 19, Bregenz

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