„Her mit dem Zaster“

Leserbriefe / 16.06.2014 • 21:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Dieser Sager der AAB-Obfrau ist zur Leitlinie einiger Arbeit­nehmervertreter der ÖVP geworden, die zwar völlig zu Recht eine Steuersenkung für die unteren Einkommen wollen, jedoch eine Vermögenssteuer als Substanzbesteuerung (Enteignung auf Raten) zur Gegenfinanzierung fordern, ohne Rücksicht darauf, ob Vermögensteile Erträge bringen oder Geld kosten. Beispiel: Eine Ferienwohnung kostet normalerweise Geld, z. B. für Instandhaltung, Betrieb, Steuern etc. Der Eigentümer hat meistens den Erwerb aus Einkünften finanziert, für die ihm der Staat bereits
50 % an Steuern abgenommen hat. Außerdem wurde in der letzten Regierungs­periode die Spekulationsfrist abgeschafft, sodass Kursgewinne aus Wertpapiervermögen ohne Rücksicht auf die Behaltedauer, sowie Immobilienverkäufe zu besteuern sind. Von den Arbeitnehmervertretern konnte man keinen Einsparungsvorschlag erfahren, sondern nur die Forderung nach Vermögensbesteuerung. Der angesehene Journalist Hans Rauscher hat schon lange im Zusammenhang mit der Diskussion um Verteilungsgerechtigkeit festgestellt, dass man jene, die zwar keine Villa und keine Aktien, dafür aber einen beachtlichen kapitalisierten Pensionsanspruch haben, in die Berechnungen der Vermögensverteilung aufnehmen sollte. Aber das werden zumindest jene verhindern, die in Organisationen tätig sind, deren Existenz per Verfassung garantiert ist (im Falle AK einschließlich der Zwangsbeiträge) und Pensionsprivilegien genießen, von denen ASVG-Versicherte nur träumen können. Diese beamteten Politfunktionäre­ sind die eifrigsten Befür­worter einer weiteren Vermögens­besteuerung.

Elmar Gasser,

Wingatstraße 10, Dornbirn

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