Die Frage der Verantwortung

Leserbriefe / 18.06.2014 • 20:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die VN berichteten am 16. Juni.
Die VN berichteten am 16. Juni.

Es ist sehr schlimm, was dem elfjährigen Buben geschehen ist, doch wir möchten an den Hundebesitzer appellieren, dass er den Hund nicht gleich einschläfern lässt, sondern einen Wesenstest für den Hund macht, um festzustellen, ob es wirklich aggressives Verhalten war oder der Biss durch irgendetwas anderes ausgelöst wurde (gerne steht Ihnen der Tierschutzverein Rankweil für Auskünfte zur Verfügung). Es gibt ­sicherlich eine andere Lösung, z. B. einen neuen Platz oder nochmal eine Hundeschule besuchen oder dergleichen. Jack Russell sind schwierige Hunde, die sehr leicht verharmlost werden, da sie so niedlich aussehen, doch das kann ein großer Irrtum sein, es sind keine Schmusehunde, sondern Jagdhunde, die eine gute Hundekenntnis voraussetzen. Zudem sollte man Kindern von klein auf den richtigen Umgang mit Tieren beibringen, um Verletzungen zu vermeiden, denn Tiere, egal ob Hund, Katze oder Schildkröte und dergleichen, sind kein Spielzeug. Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass alle Lebewesen ein Recht auf Leben haben, und der Mensch nicht aus irgendeinem Grund das Recht hat, dieses einfach zu beenden, nur weil das Tier einen Fehler gemacht hat, der womöglich auf den sogenannten intelligenten Menschen zurückzuführen ist.

Wir richten hiermit auch einen Appell an alle Hundebesitzer, ihre eigenen Hunde nicht zu unterschätzen und sich einfach bewusst zu machen, dass es sich um ein Tier handelt, das in manchen Situationen eben unbe­rechen­bar ist. Der Stan­d­ard­spruch „der tut nichts“ ist meist eine Aussage von Hundebesitzern, die zu wenig oder gar keine Hunde-erfahrung haben.

Helga Koller,
Rheticusstraße 1, Sulz

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