Genmais

Leserbriefe / 18.06.2014 • 20:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Leserbrief zu: Österreich sieht Chancen für das Genmaisverbot VN Bericht vom 13. 6. 2014.

Warum muss mit einem Konzern, der eine Genehmigung seines Produktes beantragt, um eine Ausnahmeregelung verhandelt werden? Wie ist es möglich, dass ein Lieferant, der ganz offensichtlich eine Monopolstellung und Kaufverpflichtung beanspruchen will, bei einer eventuellen Ablehnung seines Produktes, von einem Land der EU seinen entgangenen, geplanten Gewinn, einklagen kann? Wenn ein Lieferant eine Zulassung für sein Produkt beantragt, das zusätzlich sehr umstritten ist und nicht unbedingt benötigt wird, hat er sich ganz einfach an unsere Richtlinien zu halten oder er soll sich einen anderen Kunden suchen.

Es ist auch nicht nachvollziehbar, wo unser Umweltminister, bei einer eventuellen Ausnahmeregelung für Österreich, einen großen Schritt in die richtige Richtung sieht? Die EU-Minister, die eine sehr gut dotierte Position, die von den Steuerzahlern bezahlt wird, innehaben, haben ausschließlich die Pflicht, alles zum Wohlergehen der Bevölkerung zu tun und nicht die Macht in die Hände von Konzernen und Investoren zu geben, die nur gewinnorientiert für ihre Aktionäre agieren und kein Inderesse an der Lebensqualität der Menschen haben.

Diese Produktgenehmigung ist bereits ein Musterbeispiel für das geplante Freihandelsabkommen zwischen EU und USA. Bei einer solchen Vorgangsweise kann man bereits sehen, was uns erwartet, wobei es hier nur um ein Produkt geht.

alfred fuchs,

forachstrasse 81a, dornbirn

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