Tourismus-­Strategie

Leserbriefe / 23.06.2014 • 21:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Ausgabe vom 19. Juni.
VN-Ausgabe vom 19. Juni.

Zur „Tourismus-Strategie 2020“, VN vom 18. Juni:

Dieser Tage wurde als „revolutionäre“ Neuausrichtung die „Tourismus-Strategie 2020“ vorgestellt und das auch als Weg, wie man junge Menschen für Tourismusberufe, sprich Hotel- und Gastgewerbe „begeistern“ könne. Aus ehemals persönlicher Berufserfahrung weiß ich, dass es kaum einen anstrengenderen Job gibt als den des Kochs und Kellners: Kein freies Wochenende, viele Überstunden, Verkraften-Müssen eines auch „unköniglichen“ Verhaltens des „Königs Gast“ – ob (angetrunkener) Einheimischer oder (eingebildeter) Fremder. Will man also junge Menschen für „Hotel und Gastgewerbe“ gewinnen, muss man nicht gleich „revolutionär“ denken, sondern zuerst einmal die selbstverständlichen Ansprüche ernst nehmen :

1. Das Personal in würdigen Unterkünften unterbringen; 2. Gute Löhne bezahlen bei erträglicher Arbeitszeit, auch wenn der Betrieb in Schulden steckt und tendenziell beim Personal spart – was genau verkehrt gespart wäre! 3. Als Chefität ein angenehmes Klima stiften; 4. Dem jungen Personal beibringen:

Ihr seid weder die Sklaven von „König Gast“ noch vom Chef. Macht also euren Job ordentlich, aber seid weder servil noch „käuflich“.

Peter Mathei,
Hof 1, Alberschwende

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.