„Volkszertreter“

Leserbriefe / 25.06.2014 • 19:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In einer ZiB2 meinte FM Spindelegger: „Mit mir gibt es eine Steuerreform dann, wenn ein Spielraum da ist, . . . erst dann können wir eine Steuerentlastung beschließen.“ Nun frage ich mich: Wo war der finanzielle Spielraum, als die Parteienfinanzierung um annähernd 100 % (von 15,2 auf 29,1 Mill.) erhöht und dazu noch eine automatische Inflationsanpassung vereinbart wurde? So rasch und einvernehmlich wie diese Erhöhung beschlossen wurde, müsste ja Geld im Übermaß vorhanden sein! Nun ist eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung für Abgeordnete um 25 % geplant. Begründung: höher gewordene Spesen. Als ob nur für Abgeordnete alles teurer würde! Bei Familien­ vervielfachen sich die „Spesen“ sogar noch um die Zahl der Kinder. 14 Jahre lang erfolgte keine Anpassung der Familienbeihilfe. Ab nächstem Monat erhalte ich für ein achtjähriges Kind um 4 % bzw. 4,50 Euro und 2016 und 2018 nochmals 2,30 Euro mehr. Ein Hohn gegenüber 25- und 100-prozentigen Erhöhungen in Politikerkreisen!

Sind Familien so viel weniger wert und wichtig als Parteien und Abgeordnete? Ist das fair, wenn die, die es sich richten können, nur die eige­nen Interessen vertreten? Solche „Volksvertreter“ sollten das „v“ in dieser Bezeichnung gegen ein „z“ tauschen, denn sie sind auf bestem Wege, den Mittelstand und damit unsere Demokratie zu vernichten!

Herbert Dünser,
Dünser­straße 210,
Schnifis

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