Berchtolds ­Auspuff

Leserbriefe / 26.06.2014 • 19:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Täglicher Stau in Feldkirch, und die Lkw-Fahrten nehmen weiter zu.Foto: privat
Täglicher Stau in Feldkirch, und die Lkw-Fahrten nehmen weiter zu.
Foto: privat

So könnte man den Stadt­tunnel, der hauptsächlich auf Betreiben unseres Bürgermeisters gebaut werden sollte, nennen.

Es ist kein Geheimnis, dass die Wirtschaftskammer die stärksten Interessen an diesem Tunnel hat, da auch ihre Mitglieder, der Straßengüterverkehr, im täglichen Stau stecken. Da der Pfändertunnel als Autobahntunnel anstatt als Bahntunnel gebaut wurde, ist der gesamte Verkehrsdruck von 1000 km Autobahn von Hamburg aus auf Feldkirch gerichtet. Deshalb nehmen die Lkw-Zahlen bei uns immer mehr zu und haben die 1000 schon überschritten, davon 60 % Transit über Liechtenstein, den man normal nördlich von Feldkirch ableiten müsste. Herr Berchtold weiß das, muss aber trotzdem diesen Tunnel fördern, da die Wirtschaftskammer Tisis als Lkw-Großübergang haben will.

Den täglichen Lkw-Stau glaubte man damit bekämpfen zu können, indem die Abfertigungszeit auf eine Minute pro Fahrzeug enorm verkürzt wurde. Nur hat jetzt deshalb die Anzahl der Lkw so zugenommen, dass der Stau wieder bis zum „Gasthof Engel“ oder weiter reicht.

Dieser Tunnel ist nicht nur wegen der Verkehrszunahme so negativ, sondern auch wegen der Ausblasung von mindestens 25 % der Abgase in das dicht besiedelte Tisner Wohngebiet! Das Luftsanierungsgebiet wird damit von der Bärenkreuzung nach Tisis verlegt. Warum aber hier die Abgase weniger schädlich sein sollen, kann wohl keiner erklären.

Ernst Seyringer,

Liechtensteiner str. 132, Feldkirch

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