Existenzielles
Denken

Leserbriefe / 26.06.2014 • 19:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Denken erfolgt auf den Bahnen der Sprachen; Sprachen sind das Medium der Kommunikation. Dass die Menschen für die Sprache äußere Symbole erfanden, also die Schrift, war für das kollektive Leben entscheidend. Dass 25 oder 26 Buchstaben Sprachen schriftlich darstellen können, ist eine überlegene Kulturleistung der Griechen, der Juden und Phönizier.

Hinter aller Kultur wirkt die menschliche Fähigkeit, Gedanken in Worten und Symbolen ausdrücken zu können. Die großen Kulturwerke aller Zeiten sind Symbole existenziellen Denkens.

Das Wort existenziell diente nach den zwei Weltkriegen durch Jean-Paul Sartre zur Bezeichnung der Existenzial-Philosophie. Das Wort Heideggers vom „ungefragten Hineingeworfensein ins Leben“ stellt dieses Denken dar. Das agnostische Denken – sprechend vom sinnlosen Bemühen, einen Sinn zu erkennen – ist verbündet mit dem Relativismus, der sagt, jeder habe aus seiner Sicht recht. Existenzielles Denken stellt Fragen wie: Ob wir unser Denken nicht hinterfragen sollten, ob unser zeitlich begrenztes, konkretes Dasein nicht nur einen Sinn hat, sondern auch Forderungen an uns stellt, ob wir die Botschaft Jesu nicht direkt kennenlernen sollten und
ob die kirchlichen Dogmen mit Jesu Lehre übereinstimmen?

Josef Schmidt,
Am Rain 24/10, Nenzing

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