HAK-Ausbildung Finanzthemen

Leserbriefe / 26.06.2014 • 19:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Finanzthemen kritisch in der HAK-Ausbildung zu hinterfragen, so wie ein HAK-Direktor in den VN vom
19. 6. 2014 zitiert wurde, ist grundsätzlich eine gute Sache. Allerdings konnte ich in den Inhalten dieser Ausbildung nichts Kritisches erkennen. Aus meiner Sicht müsste eine Geldtheorie enthalten sein, welche erklärt, wie Geld überhaupt geschöpft wird. Wenn man dies macht, dann wird man feststellen, dass es ein Mythos ist, dass Banken die Einlagen der Sparer an jene, die einen Kredit brauchen, weitergeben. Dies ist aus einigen Gründen gar nicht möglich und schon gar nicht erlaubt, jedoch glauben die allermeisten daran. Wenn man allerdings die Geldschöpfung verstanden hat, dann merkt man noch etwas, und zwar, dass es einen parallelen Geldkreislauf gibt, welcher nur von Banken genutzt wird. Banken erschaffen damit das sogenannte Geld aus dem „Nichts“ bzw. Giralgeld. In diesem Geldkreislauf machen Banken gegenseitig Gutschriften und Schulden. Wenn man dies vertieft betrachtet, ergibt sich die These, dass die Interbankenkonten Ursache für die Bankenkrise bzw. Finanzkrise 2008 bis 2009 sind. Als Lösung für dieses Problem steht die Vollgeldinitiative. In diesem Sinne hoffe ich für die HAK-Ausbildung, dass auch diese Inhalte Berücksichtigung finden. Weiters stimme ich Herrn Loewy
im VN-Gastkommentar vom 16. 6. 2014 zu, dass wir keinen Wanderzirkus brauchen.

Otmar Baur,
Schweizer str. 63, Rankweil

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