Die Börsen-Geier

Leserbriefe / 27.06.2014 • 20:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Anstatt den „Schwarzen ­Peter“ hin und her zu schieben, wäre es längst an der Zeit, die Rating-Agenturen endlich einmal in die Zange zu nehmen. Ob nun das Hypo-Alpe-Adria-Gesetz oder die „geordnete Insolvenz“, der ich den Vorzug geben würde, der richtige Weg sind, ist für uns Bürger(innen) schon gar nicht durchschaubar. Fest steht jedenfalls, dass alle Beteiligten, insbesondere auch die Gläubiger, seelenruhig zugesehen ­haben, wie das Schiff gegen den Felsen gefahren wurde. Und das ist jedenfalls eine Straftat gegenüber dem Staat und der Bevölkerung, die nicht das Geringste damit zu tun hatte. Die Rating-Agenturen interessiert offenbar die Bevölkerung in keiner Weise, obwohl sie selbst ohne der Hände Arbeit jener weder Geld noch einen Job hätten.

Es ist an der Zeit, diese Börsen-Geier durch eine konzertierte Sammelklage zum Schweigen zu bringen, denn sie vernichten mit einem „Federstrich“ die Leistung jener, die allein produktive Arbeit leisten, die Voraussetzung „gesundes Geld“ entstehen zu lassen.

Einem Herrn Grahammer sei klar gesagt, dass wir, die Steuerzahler, absolut nichts mit dieser ganzen Schweinerei zu tun haben, aber aus unserer Sicht alle Banken ganz genau gewusst haben müssen, einschließlich der Bankenaufsicht, wohin dies führen musste. Also ist es nur recht und billig, diese Player mit zur Kasse zu ­„bitten“. „Der Papa (Staat) wird’s scho’ richten“ (das war wohl der Hintergedanke).

Ing. Gerhard Miltner,
Josef-Huter-Straße 1, Bregenz

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