Franz Michael Felder – und heute?

Leserbriefe / 29.06.2014 • 20:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 27. Juni 2014.
VN-Bericht vom 27. Juni 2014.

In den VN vom 27. Juni wird über die neue Felder-Ausstellung im Vorarlberg Museum berichtet. Bei der Eröffnung der meines Erachtens wirklich sehenswerten Ausstellung am selben Tag wurde auch das sehr informative und schöne Buch „Ich, Felder. Dichter und Rebell“ präsentiert. Eigentlich der Ausstellungskatalog, aber auch für sich alleine ein absolutes Muss.

Bei der Ausstellungseröffnung meinte Landeshauptmann Wallner in Bezug auf die Felder-Diskussionen im Vorarlberger Landtag vor rund 40 Jahren, dass Franz Michael Felder aus heutiger
Sicht keiner politischen Partei zugeordnet werden könne. Dem kann ich nicht zustimmen. Zumindest meine ich als kleiner Felder-Kenner zu ahnen, welche Partei Felder auch heute ganz bestimmt nicht wählen würde.

Aus der Geschichte können wir bekanntlich lernen. Tun das aber auch jene für die Politik im Bregenzerwald heute Verantwortlichen, die jetzt so positiv über den vor 145 Jahren verstorbenen Franz Michael Felder reden? Ich bezweifle das – einen Pfarrer Georg Rüscher kann ich mir allerdings heute nicht mehr vorstellen (ist die Kirche fortschrittlicher als die Politik?) – und habe meine Gründe dafür. Was hat sich denn im Bregenzerwald in diesen 145 Jahren tatsächlich in dieser Hinsicht verändert? Würde heute mit diesem „Dichter und Rebell“ im Bregenzerwald wirklich anders umgegangen? Wer von den Verantwortlichen traut sich, mir diese Frage zu beantworten?

Gottfried Winkel,

sandriese 542, bezau

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