Einfach ­beschämend

Leserbriefe / 03.08.2014 • 19:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Israel zu beschuldigen, es breche internationale Vorschriften, während tatsächlich Artikel 28 der vierten Genfer Konvention sagt: „Keine geschützte Person darf dazu benützt werden, um durch ihre Anwesenheit militärische Operationen von gewissen Punkten oder Gebieten fernzuhalten“, ist beschämend. Man kann sich nur wundern, warum der Beschuss einer Schule immer und immer wieder öffentlich verdammt wird, während der Fehlschuss einer Terror-Rakete, die zehn Menschen im Shifa-Hospital und auf einem angrenzenden Spielplatz in Gaza tötete, kaum Beachtung findet. Die Antwort ist klar: Der erste Vorfall ist dem israelischen Militär anzulasten, der zweite dem islamischen Dschihad.

Wenn aber Araber Araber umbringen, interessiert das die Vereinten Nationen kaum, was sich ja bereits im Irak und in Syrien gezeigt hat. Wenn aber Araber durch die Hände von Juden sterben, verstößt das gegen die natürliche Ordnung. Am Donnerstag starben drei israelische Soldaten in einer verminten Schule, an der jemand das Logo des palästinensischen Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen angebracht hatte. Ist es hinnehmbar, dass Symbole der Vereinten Nationen genutzt werden, um Kriegswaffen zu schützen? Ban Ki-moon hatte dazu nichts zu sagen.

Dr. Stefan Koppi,
Pfarrer-Strasser-weg 6, Ranwkeil

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