Gerechtes ­Schulsystem

Leserbriefe / 06.08.2014 • 19:12 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

In einem Leserbrief meint Herr Christoph Entner, es sei „grüne Ironie“, dass ich als langjähriger Direktor des Gymnasiums Feldkirch das „Gymnasium abschaffen“ wolle. Herr Entner hat etwas nicht richtig verstanden: Ich bin ein überzeugter Verfech-
ter des Gymnasiums, aber gerade die 365-jährige Geschichte „meiner“ Schule belegt, dass das Gymnasium keineswegs immer acht Jahre gedauert hat. Wir brauchen heute eine Schulform, die Kinder nicht schon mit neun­einhalb Jahren trennt, die unsäglichen Stress in die Volksschule trägt, worunter vor allem die Kinder, aber auch Eltern und Lehrkräfte leiden. Vorbilder – wie etwa Südtirol – zeigen, dass es auch anders geht: eine moderne gemeinsame Schule für alle Kinder bis zum 14. Lebensjahr, in der alle Kinder eine gerechte Chance bekommen, die Begabte fordert und Kinder mit Defiziten fördert.

Dr. Harald Walser,
Abg. zum Nationalrat, Bildungssprecher der Grünen, Löwelstraße 12, 1017 Wien, Altach

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