Schweizer

Leserbriefe / 07.08.2014 • 18:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Volksentscheide

Die Schweizer Volksentscheide stehen am Pranger. Ja, wie denn das? Irgendwas soll bei unserem Nachbar nicht mehr stimmen. In jüngster Zeit trifft das Schweizer Volk Entscheidungen aus dem Bauch heraus, ohne die nachteiligen Folgen zu bedenken. Die Regierung muss immer öfter die Scherbenhaufen aufräumen, die von unbedachten Volksentscheiden herbeigeführt werden. Volksentscheide, das Grauen für jeden Politiker. Im Klartext: In der Schweiz müssen die Politiker den Scherbenhaufen aufräumen, die das Volk aus dem Bauch heraus anrichtet, und bei uns muss das Volk den Scherbenhaufen wegräumen, den die Politiker aus dem Bauch heraus anrichten, das ist der große Unterschied. Als Gegenüberstellung zu den Schweizer Volks-Bauchentscheidungen müsste man schon auch auf die intelligenten Bauchentscheide im EU-Parlament, wie das viel bewunderte Gurken-Krümmungsgesetz, hinweisen. Die Geschichte ist Beweis genug, dass die primitivsten und vor allem die grauenhaftesten Gesetze von Politikern beschlossen wurden und nicht durch Volksabstimmungen. Summa summarum ist die Schweiz, trotz der herablassenden Beurteilung der Bauch-Volksentscheide, eines der reichsten und vor allem das stabilste Land der Welt. Vom normalen Hausverstand ausgehend wäre es vernünftiger, die EU übernähme die Schweizer Entscheidungen und nicht umkehrt.

Josef Kohlmaier,

Wies 14b, Mäder

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