Die neue ­Diskussion um die Abtreibung

Leserbriefe / 08.08.2014 • 19:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In allen Lebenslagen gilt das Prinzip Hilfe für Schutzwürdige. Kleine Kinder, schwächere Personen, Hilfsbedürftige, Kranke, Arme verdienen unsere Aufmerksamkeit und Zuwendung. Fristenlösung, soziale Indikation, Abtreibung sind Begriffe gegen das Leben. In der Öffentlichkeit und in den Werbeslogans stehen vielfach Schlagworte wie: bei uns zählt der Mensch; im Mittelpunkt ist der Mensch; weil uns der Mensch wichtig ist! Humanität ist weltweit notwendig, wenn Naturkatastrophen auftreten, wenn Seuchen drohen, wenn Kriege Völker hinraffen. Auch im täglichen Leben ist die Menschlichkeit (Humanität) notwendig. Denken wir an Familien, die Väter oder Mütter verlieren, oder an Jugendliche, die keine Arbeit bekommen. Nur bei den schutzbedürftigsten Kindern, die noch nicht geboren sind, gibt es eine Frist, innerhalb dieser Frist ist das Töten straffrei. Ein Ungeborenes hat eine Rechtspersönlichkeit, zum Beispiel Erbrecht. Es kann sich nicht wehren und ist auf die Fürsorge der Mutter, des Vaters und der Umgebung total angewiesen und von ihr abhängig. Wir sind verpflichtet, die Menschenwürde zu respektieren, weil der Mensch ein Mensch ist. Wenn es Parteien und Minister gibt, die einen Fortschritt mit Unrecht erreichen wollen, ist es ihre Sache. Besser ist es, den Frauen Mut zum Leben zu machen, ihr Ja zur Mütterlichkeit zu unterstützen und echten menschlichen Beistand zu geben. Ich bin froh, dass Tirol und Vorarlberg nicht per Gesetz die Ärzte und das Personal zum Töten verpflichten.

Luis Caldonazzi,

Flugelin 52,
Thüringen

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