Ein Seufzer drang durch Dornbirn

Leserbriefe / 08.08.2014 • 18:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Verkauf des Traditions­gasthofs „Rose“ (fast ein Wahrzeichen der Stadt) mit seinem schönen Garten traf tief. Was für bohrende, quälende Gedanken müssen dem Eigentümer den Schlaf geraubt haben. Ist das bereits ein Abgesang für die alteingesessenen Familienbetriebe der Stadt? Bregenz, der Sitz der Regierung, hat mit den einer Großstadt angemessenen Bauten und Veranstaltungen Aufsehen erregt. In letzter Zeit war die Stadt trotz der Festspiele eher ­ruhig. Dann griff das Land ein und mit Millionenbeträgen wurde alles anders. Selbst die Gastronomie und die Ladengeschäfte erleben eine Renaissance. Wie von einer übergroßen Welle überflutet wurde die Nachbarstadt, die bedeutende Wirtschaftsstadt, an die Wand gedrückt. Die gehobene Gastronomie und die Geschäfte in der Innenstadt Dornbirns verlieren an Kunden. Wenn Dornbirn sich selber verwalten müsste, was würden wir als Erstes planen? Vielleicht die uns fehlenden, der Größe der Stadt angemessenen öffentlichen Bauten? Dann müssten die Bürger nicht immer wegfahren, um die gewünschten Bildungsstätten in Anspruch nehmen zu können. Die Verbundenheit mit ihrer Stadt würde gestärkt, das Wohlbefinden erhöht, das Selbstwertgefühl verbessert und die Beziehungen untereinander intensiviert. Man würde sich öfter begegnen und an bestimmten Plätzen bei verschiedenen Anlässen wieder treffen. Doch wir leben in einem viel größeren Verbund, und da kann nicht jeder für sich selber bilanzieren.

Alma Klocker,

Weißachergasse 24, Dornbirn

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