Fortgesetzte
Sauerei!

Leserbriefe / 12.08.2014 • 18:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ich muss mich doch sehr wundern, dass eine Berufsgruppe, die seit vielen Jahrzehnten Böden und Gewässer vergiftet und in industriellem Maßstab Tiere foltert, flächendeckend und summenmäßig ganz erheblich Subventionen erhält. Wozu? Um Fleischpreise absurd niedrig zu halten, um Flächen mit Biospritpflanzen monokulturell zu traktieren, oder andernfalls gut dotiert brach liegen zu lassen? Um dem Marketing-Gag des Bauern als Landschaftspfleger und Naturschützer zum Durchbruch zu verhelfen? Als wäre eine Alm unberührte Natur. Was für ein Unfug!

Tragischerweise behaupte ich – ohne jemals den Beweis antreten zu können oder zu wollen: Würden für große Nutztiere ab morgen 100 Euro Prämie bezahlt, wenn Ihnen ein Auge fehlte: In zwei Woche gäbe es fast ausschließlich nur noch einäugige Schweine, Kühe und Schafe. Wetten?

Mein etwas zugespitztes Szenario gipfelt in folgender Forderung: Ich will erschöpfend und glaubhaft bei jedem Händler Auskunft darüber erhalten, ob Tiere artgerecht und pfleglich geboren, gemästet und geschlachtet wurden. Von mir aus durch ein weiteres Siegel, auch wenn selbige allmählich ausufern und durch eine amtlich geprüfte, aussagekräftige Kategoriengruppe, eventuell auch als Ampelsystem, ersetzt gehören.

Die – besonders im internationalen oder gar globalen Vergleich – unbedeutende Gruppe der ehrbaren Bauern, die mit viel Mühe und Einsatz ihren Tieren ein anständiges Dasein und uns Konsumenten tolle Produkte bescheren, sollen sich selbstverständlich nicht angesprochen, sondern in ihrem Tun angespornt fühlen. Den Tierquälern aber soll schnell und umfassend das Handwerk gelegt werden!

Lothar Herburger,

Brauerweg 5, Lochau

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