Freie Entscheidung, wer wo raucht?

Leserbriefe / 13.08.2014 • 20:31 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Neuerlich vertreten manche Leserbriefschreiber die Meinung „jeder könne selbst entscheiden“, ob und wo er rauche. Das ist richtig, solange man als Single unterwegs ist. Es gäbe auch einen anderen Aspekt. Gastronomie kann auch der Förderung des Gemeinschaftssinnes dienen. Kaum einigt sich ein Personenkreis, z. B. eine Familie, auf einen Lokalbesuch, folgt entweder die Trennung der Gruppe oder wenn die Nichtraucher nachgeben und Toleranz üben, müssen sie sich (und immer auch die Kinder) weiter in die Rauchwolken setzen. Ähnlich rücksichtsvoll sieht es mit der Entscheidungsfreiheit beim Gastronomie-Personalnachwuchs aus. Und die durch den Wischi-Waschi-Gesetzgeber verursachten, steuerabsetzbaren Gastro-
Investitionskosten könnte man jenen Kosten gegenüberstellen, die jeder Steuerzahler – nicht absetzbar – an die Krankenkassen zahlen darf, weil besonders hierzulande sich auf diese Weise die hohe Raucherquote einfach nicht absenken lässt.

Walter Loacker,

Römerstraße 10, Hörbranz

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