Politische ­Verantwortung

Leserbriefe / 24.08.2014 • 18:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Es scheint symptomatisch: Am 20. August im „Morgenjournal“ Aussagen von BK Faymann sinngemäß:
a) Meine Wähler – mit Ausnahme von Androsch, der ist ja sowieso gegen alles – sind einig mit unserer Absicht, Vermögen zu besteuern.
b) Auf die Frage, ob man von einem Minister keine Fachkompetenz erwartet: Einfach von Gesundheit zu Bauten wechseln – das wundert die Bürger. c) Ob bei Neubesetzung des Gesundheitsressorts eine weitere Gewerkschaftsfunktionärin in eine Ministerposition gehievt wird und warum!? Persönlich finde ich die Haltung des BK grundlegend falsch. Er argumentiert, dass er damit die Meinung seiner Klientel treffe. Diese hat aber ihn oder seine Partei gewählt, damit er, der es wissen sollte, sinnvolle, verantwortungsvolle Entscheidungen trifft. Nicht solche, die nur auf eine Wiederwahl abzielen. Das ist ein Grundfehler in unserer Innenpolitik. Die Menschen wollen sich gut vertreten fühlen, wollen, dass Fachkompetenz Vorrang gewinnt und nicht parteipolitische Handlungen gesetzt werden. Dazu sind die Welt und die Wirtschaft heute zu kompliziert, die Sachfragen höchst brisant. Entscheidungen sollten nicht der persönlichen Befriedigung unterworfen werden. Bitte mehr über den Tellerrand hinausblicken. Das täte dem Land und dessen Bevölkerung gut. Die Einschätzung des Herrn Dr. Androsch sollte man würdigen. Aber er trägt schon das Etikett eines „Reichen“, eines Salonsozis. Passt nicht mehr ins Bild!?

Hans Nothnagl,
Türkeiweg 248b, St. Gallenkirch

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