Rettet die Fresken

Leserbriefe / 09.11.2014 • 17:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Offener Brief an die verantwortlichen Stellen von Gemeinde Götzis, Stadt Feldkirch, bischöflichem Ordinariat und Denkmalamt: Grüß Gott, sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Bischof Elbs. Ich bin ein an Geschichte interessierter Berufskraftfahrer. Mir tut es in der Seele weh, wenn ich die Kälte und die „Äs goaht mi nüt a“-Mentalität sehe! Ich habe von der Gemeinde Götzis, über die Stadt Feldkirch diverse Menschen angesprochen. Wenn Sie sich der Kulturgüter nicht bald annehmen, dann sind sie für immer verloren. In meiner Jugend haben mich die Fresken erfreut und zu manchem Einkehren bewogen. In meinen Lebens­krisen – Tod, Arbeitslosigkeit – haben sie mir Trost geschenkt. Wie gesagt, mir tut es in der Seele weh, dass diese für immer verschwinden sollen. Motto: „Ma loats usbloacha, denn muss mas numm richta!“ Dass kein Geld vorhanden sein soll, lasse ich nicht gelten. Unsere Altvorderen waren auch nicht reich und haben diese über Jahrhunderte erhalten. Es wird sich sicher ein Sponsor finden!? Bitte retten Sie die Fresken von St. Arbogast (diese wurden erst renoviert, aber mit den falschen Farben), Kehr Kapile, Feldkirch, und St. Michael, Tisis (diese war noch in den 7oer-Jahren ein Juwel – total bunt!). Die Altvorderen konnten nicht schreiben und lesen, deshalb musste die Heilige Schrift in Bildern, Fresken verständlich gemacht werden. Die einstmals schönen Fresken schreien nach Farbe! Es wäre schön, wenn die genannten Fresken unsere Generation­ überdauern. Luag druf, solang mrs no hond! Äs ischt allr höchsti Zit!

Gerhard Ender,
Brolsstraße 33,

Altach