Frauen mit ­

Leserbriefe / 10.11.2014 • 19:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

geringer Pension

Am meisten benachteiligt beim Pensionsanspruch werden Mütter, die vor 1955 geboren wurden und daher unter die gesetzlichen Bestimmungen des ASVG fallen. Auch diese Regierung will keine Änderung beim Pensionsanspruch und bei der Pensionsberechnung, um die anerkannten Kindererziehungszeiten gerecht zu berücksichtigen. Das derzeitige „leistungsorientierte“ Pensionssystem bevorzugt die männliche Erwerbslaufbahn. Laut ASVG müssen mindestens 15 Beitragsjahre nachgewiesen werden, um überhaupt einen Pensionsanspruch zu erlangen, und erst dann können Zeiten der Kindererziehung für die ­Pension angerechnet werden. In Deutschland genügen fünf Jahre. Von den heute über 60-jährigen Frauen in Österreich sind derzeit ca.
25 % ohne Eigenpension. Außerdem beziehen nur etwa 30 % der Frauen über 60 Jahre eine Eigenpension in existenzsichernder Höhe.

Die Anrechnung von Zeiten der Kindererziehung bei der Pensionsberechnung deckt den realen Einkommensverlust, den Mütter deswegen erleiden, in der Regel bei Weitem nicht ab. Insgesamt gilt, je mehr Kinder eine Frau zur Welt gebracht hat, desto kleiner ist die Pension und desto wahrscheinlicher ist es auch, dass sie keine Pension bekommt. Es handelt sich dabei um eine schlimme Diskriminierung von Frauen.

Kurt Gärtner,
Billrothstraße 62, 4600 Wels