Betriebe schaffen Wachstum

Leserbriefe / 11.11.2014 • 18:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Leserbrief in den VN vom 5. 11. 2014:

Sehr geehrter Herr Ing. Mair! Mir ist so wie Ihnen das Wohlergehen der Menschen in unserem Land sehr wichtig. Gerade weil ich es für notwendig halte, dass unser Pensions-, Gesundheits- und Sozialsystem finanzierbar bleibt, gerade weil ich für ein starkes Bildungssystem eintrete, das der Jugend Zukunftschancen bietet, anstatt ihnen diese zu nehmen, und gerade weil ein Land wie Österreich in der Lage sein muss, auch jenen, die es schwerer haben, ein soziales Netz zu bieten, müssen wir unsere Betriebe stärken und ihnen Luft zum Atmen geben. Die Betriebe sind es nämlich, nicht die Politik, die Wachstum und Beschäftigung schaffen und damit die Basis unseres Wohlstands. Derzeit wird unseren Leistungsträgern diese Luft vielfach genommen: durch eine im EU-Vergleich überdurchschnittlich hohe Steuer- und Abgabenquote, eine übermäßige Belastung des Faktors Arbeit und bürokratische Lasten, die bereits hart an der Grenze der Zumutbarkeit sind. Daher wäre es fahrlässig, den Unternehmen neue Prügel in den Weg zu legen, etwa durch zusätzliche Eigentumssteuern. Stattdessen müssen wir unternehmerisches Handeln begünstigen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken, müssen wir Bürokratie abbauen und Wachstumsimpulse setzen. Nur dann können unsere Unternehmen im internationalen Wettbewerb mitspielen und bleiben dauerhaft finanzierbar, was Ihnen und mir ein Anliegen ist.

Dr. Christoph Leitl,

Präsident Wirtschaftskammer Österreich,
Wiedner Hauptstraße 63,
1045 Wien