Dornbirns ­Sickerschächte

Leserbriefe / 12.11.2014 • 18:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Den VN vom 6. 11. 2014 war zu entnehmen, dass in Dornbirn Sickerschächte geplant sind. Noch nicht durchgesickert scheint zu sein, dass die Stadt Dornbirn schon vor Jahren den Versuch unternommen hat, ihre Bürger mit sinnlosen Sickerschächten zu vergewaltigen. Die Stadt Dornbirn ist dabei in der Marktstraße im wahrsten Sinn des Wortes auf ein Dorf in Gallien gestoßen, das sich gegen den römischen Angriff, pardon städtischen Angriff, gewehrt hat. Der damals von der Stadt aufgezwungene Sickerschacht hatte eine fundamentale Schwachstelle. Er stand auf der Stufe der Gesetzlosigkeit und verschwand nach jahrelangem Abwehrkampf, bevor er gebaut wurde. Dabei wurde uns von der Stadt versichert, dass Einsprüche gegen ihre Bescheide aussichtslos seien. Diese Aussagen, getätigt von juristischen Analphabeten, notorischen Schwarzsehern und politisch auf Kanalbau abgerichteten Mitarbeitern, erwiesen sich als unrichtig. Die Stadt Dornbirn und das Land Vorarlberg haben letztendlich erfolglos um die Errichtung ihres Sickerschachtes gekämpft. Der Verwaltungsgerichtshof hat dem Sickerschachtunsinn ein Ende bereitet. Es ist daher ganz wichtig, dass die Vorarlberger Verwaltungsjuristen von Wien aus streng kontrolliert werden, damit keine Sickerschächte ohne rechtliches Fundament gebaut werden, frei nach dem Motto: „Burschen, seid’s schon wieder am Pfuschen!“

Dr. Michael Battlogg,

Gerichtsweg 2, Schruns