Frauenpension – Mütterpension

Leserbriefe / 13.11.2014 • 18:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In einer Sendung von Radio Vorarlberg vom 10. November wird berichtet, dass die Pensionen der Frauen gegenüber denen der Männer nachhinken. Dazu muss erwähnt werden, dass es noch sehr viele Frauen gibt, die gar keine Pension haben. Sie haben richtig gelesen. Bei einer Tagung in Wien, die das Thema hatte: „Wie können wir die Pensionen der Frauen verbessern“ hatte ich nach einem Vortrag von Prof. Mazal mit einer Petition des Seniorenbundes auf dieses Unrecht hingewiesen. Seine Antwort war: „Das war ein grober Fehler der vergangenen Regierungen, für den die heutige Regierung nicht verantwortlich gemacht werden kann.“ Das war für mich und andere eine aalglatte, unbefriedigende Antwort. Es sind dies Mütter, die wegen Kindererziehung oder Pflege der Eltern – es gab in den Tälern weder Seniorenheime noch Krankenpflegedienste – keine Pensionsbeitragszeiten erwerben konnten, und diese blieben auch bei der Mindestsicherung unberücksichtigt. Sie belasteten auch keinen Arbeitsmarkt und konnten vielfach wegen Fehlens öffentlicher Verkehrs­mittel Arbeitsplätze nicht erreichen. Es ist dies ein großer Undank unserer Gesellschaft/Politik an die Mütter der älteren Generation und unserer Erfolgsgeneration.

Josef Gantner,

Seniorenclub,
Rungeliner­str. 37, Bludenz