Klassenkampf der Armutskonferenz

Leserbriefe / 14.11.2014 • 18:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Kommentar im VN-Wirtschaftsteil am 13. 11. 2014:

Schade, dass die VN ihre Leser(innen) nicht über unseren offenen Brief an Herrn Wallner und Herrn Rauch informiert haben, sondern ihn nur kommen­tieren. Was haben die „Klassenkämpfer(innen)“ von der Armutskonferenz geschrieben, um „Neid und Zwietracht“ zu säen: Eine weltweit tätige Steuerberatungskanzlei zitiert, dass die effektive Steuerbelastung der österreichischen Unternehmen im EU-Vergleich sehr niedrig ist, großzügige Ausnahmen erlaubt – und deshalb nicht noch mehr gesenkt werden muss; darauf hingewiesen, dass die Binnennachfrage in Österreich seit Jahren sehr schwach ist, was letzten Mittwoch genau so auch im Wirtschaftsblatt stand; behauptet, dass die schwache Binnennachfrage an minimalsten Reallohnsteigerungen der Erwerbstätigen in den letzten 20 Jahren liegt und uns dabei auf IHS und WIFO gestützt; wie Herr Leitl von der WKO staatliche nachfrageorientierte Konjunkturprogramme empfohlen; angeregt, sich nicht mehr allein auf die Wirtschaftsprognosen unserer anerkannten Experten zu verlassen, weil die seit Jahren nicht zutreffen. Das sagt neuerdings sogar die deutsche Bundesregierung.

Entschuldigung: Was ist daran „klassenkämpferisch“, „reinste politische Hetze“ oder „simplifizierend“? Dass wir die wirtschaftliche und soziale Entwicklung nicht so rosig sehen wie Herr Scalet von den VN und auch anders als Herr Burtscher von der IV?

Michael Diettrich,

Vlbg. Armutskonferenz,

Merbodgasse 10, Bregenz