Es lebt sich gut

Leserbriefe / 17.11.2014 • 18:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

im Schutzgebiet

Wie geduldig Papier ist, zeigt der VN-Artikel vom 5. 11. 2014 von Marlies Mohr, wenn Ereignisse so verdreht werden, dass das Gegenteil richtig ist. Wenn die Verantwortlichen dieses Projekts sich hinstellen und unverfroren behaupten, die Abholzung im Natura2000-Schutzgebiet sei ein Erfolgsprojekt für die Waldvögel, ist zu befürchten, dass mit dieser Propaganda der Weg für weitere Abholzungen frei gemacht werden soll. Die Zuständige des Landes für den Klostertaler Bergwald, Cornelia Peter, führt den Waldfachplan für die Holznutzung im Schutzgebiet an. Gerade der wurde aber so grob missachtet, dass Amtsmissbrauch der dafür zutreffende Begriff ist. Der Planer dieses Projektes, Forstamtsleiter Studer, bedauert die großen Wildschäden, verteidigt aber die massive Wildfütterung im Europaschutzgebiet als Lenkungsfütterung! Wohin gelenkt, ins „geschützte“ Gebiet? Dass die Waldbesitzer „gut leben mit dem Schutzgebiet“, ist Landesförderungen für eine Holznutzung zuzuschreiben, die der Widmung dieses Habitats völlig widersprechen. Die Aussage „Auch Alt-und Totholz bleibt liegen, denn es dient vielen Vögeln als Lebensraum“ ist fachlich falsch. Es ist immer noch das stehende Alt- und Totholz, in dem die Waldvögel wohnen, und mit dem wurde nicht gerade zimperlich umgegangen. Hintergrundinformationen zu diesem Thema finden Sie unter: www.waldhäx.net

mag. franz ströhle,
dalaas, haus nr. 197a